Ein Blick in die Zukunft

Zukunftswerkstatt in Maldingen

Am 19. und 20. November haben rund zwanzig Maldinger aus der Dorfgruppe Projekte und Perspektiven für ihre Dorfzukunft ausgearbeitet. Die Ländlichen Gilden haben für diesen Workshop für Unterstützung gesorgt und die norddeutschen Experten Henning Bombeck und Ute Fischer-Gäde vermittelt.

Ablauf

Am Freitag haben die Teilnehmer den Blick in die Vergangenheit gerichtet und gemeinsam geschaut, was sie bisher erreicht haben. Es stellte sich heraus, dass vom Grenzlauscher über die Willkommenstüte bis hin zu eigenen Wanderrouten ziemlich viel für das Dorf geschaffen wurde.

Um sich nicht auf den Ergebnissen auszuruhen und Maldingen auch in Zukunft lebenswert zu gestalten, folgte samstags der Blick in die Zukunft: Unter anderem einen Dorfanger legte man hier als Projektziel fest.

Zur Feier des Tages wurden die Ergebnisse in Anwesenheit der Bürgermeisterin und des Grenz Echos präsentiert.

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Europäischer Dorferneuerungspreis

Montingen erhält den Bronzepreis

„Ziel der Teilnahme war nie der Gewinn der Veranstaltung.“

Roger Kohnen freut sich gemeinsam mit der Dorfgruppe über den Beschluss der Jury. Dass eine  lokale Teilgemeinde in diesem Format als Gewinner aus dem Wettbewerb gehen könnte, ist in seinen Augen ohnehin kaum möglich und die Konkurrenz ist teils mit ganz anderen Mitteln unterwegs.

Das wichtigste Ziel haben die Montinger in seinen Augen aber ohnehin schon erreicht und den Wettbewerb kann er anderen Dörfern nur empfehlen:

„Es war für uns die Gelegenheit eine Dorfgruppe aufzubauen, deren Wunsch die Verbesserung der Lebensqualität für jetzige und zukünftige Generationen ist. Dafür war dieser Wettbewerb die ideale Plattform. Er ermöglicht den Austausch von Dörfern regional, wie auch international, um so das eigene Dorfleben zu bereichern.

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Es geht los! Projektstart am 20.09

Unser Dorf ist lebenswert!

Die Ländlichen Gilden stehen den Dörfern mit Rat und Tat zur Seite, wenn sie ihr Dorf lebenswert gestalten möchten. Wie genau das funktioniert, haben wir im BRF-Interview erklärt.

„Ohne Ehrenamtliche, ohne Engagierte und Anpacker, ohne die Dorf- und Viertelgruppen bleibt ein Ort einfach nur eine Ansammlung von Übernachtungsstätten. Jede und jeder Einzelne […] entscheidet konkret darüber, wie sein Umfeld, sein Dorf und seine Gemeinde aussehen soll.“

Isabelle Weykmans

Unter dem Titel „Unser Dorf ist lebenswert“ sollen gemeinsam Projektideen mit Modellcharakter umgesetzt werden – d.h. dorfeigene, kreative Lösungen, die andernorts zum Nachmachen anregen.

Die Ländlichen Gilden beraten dazu, wie Bürgergruppierungen die nötigen Gelder für ein Projekt zusammenbekommen. Darüber hinaus bieten sie eine Begleitung während der verschiedenen Projektphasen und außerdem eine Evaluation nach der Umsetzung an.

Nach der coronabedingten Pause sollen dieses Jahr schon erste Bürgerprojekte in Angriff genommen werden.

Innovative Ideen aus Esbeek

Am 25. August waren wir zu Gast beim Gewinner des niederländischen Dorfentwicklungspreises. Wir haben nicht schlecht gestaunt, was die 1500-Seelen-Gemeinde seit 2007 auf die Beine gestellt hat.

Begonnen hat alles, als sie damals ohne Gemeinde-Unterstützung mit Anteil-Checks das Dorfcafé mit angrenzenden Räumlichkeiten vor dem  Aus bewahrt haben. Das war für die Dorfgemeinschaft ein Startschuss und seitdem wurden neben vielen anderen Dorfprojekten u.a. eine Kunstroute eingerichtet und die leerstehende Kirche in eine beeindruckende Schule umgebaut.

Sehr interessant ist außerdem, dass es eine Person gibt, die sich um die Belange der Einwohner kümmert – einen Dorf-Kümmerer sozusagen. Dieser hat einen 6-stündigen Vertrag und ist erster Ansprechpartner bei größeren oder kleineren Problemchen.

Mehr Infos zu Esbeek findet ihr hier.

Montingen präsentierte sich der europäischen Jury

Ende September besuchte eine dreiköpfige Jury der europäischen Arbeitsgemeinschaft (ARGE) für Dorferneuerung und Landentwicklung die Doppelortschaft Montenau-Iveldingen. Die „Montinger“ hatten sich als Gewinner des Dorfentwicklungspreises 2019 beim Europäischen Dorferneuerungspreis beworben und treten dort gemeinsam mit 25 anderen Dörfern und Gemeinden aus ganz Europa an.
Wer mehr über den Europäischen Dorferneuerungspreis wissen möchte kann ein Kurzportrait der ARGE, die Pressemitteilung zum Wettbewerb sowie eine Liste aller Teilnehmerdörfer 2020 runter laden.

Fotos vom Besuch sind in der Galerie zu sehen.

Den Fernsehbericht des Belgischen Rundfunks (BRF) können Sie hier sehen.

Den Bericht in der Tageszeitung „GrenzEcho“ vom 2. Oktober 2020 können Sie hier runter laden. 

Exkursion der guten Beispiele ins Saarland

Nach einigen Jahren Pause organisierten die Ländlichen Gilden am Samstag, 27. April nochmal eine sogenannte „Exkursion der guten Beispiele“ in Sachen Dorfentwicklung. Diesmal ging es ins nördliche Saarland, wo in drei verschiedenen Gemeinde mehrere interessante Projekte mit dem Schwerpunkt demografischer Wandel besucht wurden.

Zum einen ging es in der Gemeinde Freisen um ein intergenerationelles Projekt bei dem die gemeindeeigene Infrastruktur durch die gleichzeitige Nutzung durch den Kindergarten und des Seniorentreffs optimal ausgenutzt wird und dabei noch sozialer Austausch entsteht. Die Exkursion, die durch den ortsansässigen Experten und zuständigen Ministeriumsmitarbeiter Otmar Weber organisiert und begleitet wurde, führte dann nach weiter nach St.Wendel-Hoof, wo uns interessante Beispiele von aktiven Ehrenamt gezeigt wurden, die u.a. ein Dorfbistro gemeinsam betreiben. Nachmittags ging es weiter es in das Bohnetal, wo mehrere Gemeinden tolle gemeindeübergreifende Projekte gestartet haben, um die Kräfte zu bündeln und diese für die Bürger einzusetzen.

Hier finden Sie Links zu den einzelnen Gemeinden und Projekten:

– Kita-Projekt Hand in Hand der Gemeinde Freisen

– Hoof im Ostertal

Bohnetaler Muske(l)tiere, Bohnentaler Selbermacher, Bohnentaler Staffellauf

Bilder der Exkursion finden Sie in unserer Galerie.

Dreh mich!

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